Wissenswertes

Bewegung und Beschäftigung

Da es sich bei dem altdeutschen Schäferhund um eine Rasse handelt, die ihren Ursprung in Arbeitshunden hat, welche dazu verwendet wurden, vielfältige Jobs zu machen, ist der Anspruch an Bewegung und Beschäftigung natürlich groß. Das heißt nicht, dass wir mit den Hunden jeden Tag stundenlang arbeiten müssen – Wer kann das schon?
Man sollte sich aber dennoch jeden Tag ausreichend mit ihnen beschäftigen. Das kann ein Spaziergang, eine Schwimmstunde, eine Radtour oder auch eine Lektion in Gehorsam sein. Wir persönlich finden eine Mischung aus allem am Besten, weil sie den Hund fordern und so körperlich und mental fit halten. Hinzu kommt, dass der Mangel an Beschäftigung und Bewegung der häufigste Grund für Probleme im Zusammenleben zwischen Hund und Mensch ist.

Ernährung des altdeutschen Schäferhundes

Es ist natürlich jedem selbst überlassen, das Futter für seinen Hund selbst zusammen zu stellen(Barfen) oder auf fertige Produkte zurückzugreifen. Sollte man Futter selbst zusammenstellen, muß man auf die Ausgewogenheit der Zutaten achten. Der Hund ist kein reiner Fleischfresser, weshalb Bestandteile wie Gemüse, Getreide, wie auch Fisch genauso wichtig für die gesunde Ernährung sind. Bei handelsüblichen Produkten gilt: Wo Vollnahrung drauf steht, ist grundsätzlich alles enthalten, was der Hund zum Leben benötigt. Grundsätzlich mag dies vielleicht auch stimmen, aber und es ist ein großes Aber: Nach unserer Erfahrung heißt das oftmals trotzdem nicht, dass der Hund von jeder Vollnahrung gut aussieht und der Stoffwechsel reibungslos funktioniert. Man kann demnach nicht sagen, das teuer auch gleich gut ist.
Jeder sollte ausprobieren, welche Futtersorte seinem Hund gut bekommt.
Verträgt der Hund ein Futter nicht so gut, gibt es verschiedene Indikatoren, die uns dieses zeigen, wie etwa:

  • Beschaffenheit des Kots
  • Blähungen
  • Mundgeruch
  • Glanz des Haarkleides
  • Schuppenbildung und in schlimmen Fällen sogar Hautveränderungen (Ekzeme)

 

Pflege des altdeutschen Schäferhundes

Auch diese Thematik kann man aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Da  es sich, wie  schon erwähnt, bei dem altdeutschen Schäferhund um einen Arbeitshund im eigentlichen Sinne handelt und demenstprechend in der Lage sein muss, mit widrigen Wetterbedingungen fertig zu werden, könnte man denken, dass es keiner besonderen Fellpflege bedarf.
Hier gilt es zu bedenken, dass ein bei allen Witterungsbedingungen arbeitender Herdengebrauchshund so gut wie nie unter Menschen, außer Schäfern, kommt. Unter solchen Bedingungen ist es sicherlich verständlich, dass das Fell nicht so gut aussehen oder riechen kann, wie solches, das regelmäßig getriegelt wird.

Das Fell unserer altdeutschen Schäferhunde (Langstockhaar) bedarf  zum Glück nicht professioneller Pflege. Es sollte aber, sofern man einen gepflegten Schäferhund haben möchten, täglich gekämmt werden. Und nur nebenbei, wir sprechen hier auch wieder aus eigener Erfahrung: Man wird sich hin und wieder über das ein oder andere Kompliment – „Das ist aber ein schöner Hund“ – freuen können.

Besonderes Augenmerk richten wir bei unseren Hunden natürlich auch auf die Ohren. Jeglicher unangenehme Geruch und / oder Veränderungen der Haut im Ohr sollten einem Tierarzt schnellstmöglich vorgestellt werden. Zur Prävention benutzen wir regelmäßig eine im Handel erhältliche Ohrlotion, die Ohr und Gehörgang unseres altdeutschen Schäferhundes reinigt und pflegt. Unsere Hunde mögen diese Prozedur hassen, dennoch beugen wir so vielen üblichen Problemen, zum Beispiel Ohrmilben oder auch Ansammlungen von Verunreinigungen, vor und schützen sie so vor Schäden.

Eine weitere Priorität beim Hund sind Zähne und Rachenraum. Dort können sich leicht Fremdkörper festsetzen und zu Problemen führen. Unsere Möglichkeiten hier etwas zu machen, sind äußerst begrenzt. In einem solchen Fall, kann meist nur der Tierarzt helfen.

Der Ostdeutsche Schäferhund

Mit der Teilung Deutschlands in Ost und West ging auch eine Teilung der Hundezucht von statten. Keine Rasse ist dafür so bekannt wie der Deutsche Schäferhund. Während im Westen weiterhin nach dem typischen Schönheitsideal (schwarz-gelb, abfallender Rücken) gezüchtet wurde, waren im Osten vor allem dunkle Hunde mit den typischen Diensthundeigenschaften gefragt. So entwickelte sich im Laufe der Zeit auf jeder Seite seine eigene Form. Der abfallende Rücken, wenn auch nicht so ausgeprägt, ist jedoch auf Bildern von DDR-Hunden ab den späten Achtzigern ebenfalls zu sehen.

Nach der Wende wurden die beiden Linien wieder vereint, so dass heute kaum mehr reinrassige DDR-Linien vorhanden sind. Die grauen Schäferhunde mit DDR-Ahnen sind heute vor allem in der Leistungshundezucht begehrt und zu finden. Außerdem werden die Grauen mittlerweile gezielt in der Hochzucht eingesetzt, um die Farbgebung und das Gebäude der Hunde zu verbessern, da der Ostdeutsche seit jeher als weniger anfällig für Hüftdysplasie (HD) gilt.

Vereinzelt werden Stimmen laut, die Ostlinie des Schäferhundes rein zu halten und als eigene Rasse anzuerkennen, diese werden jedoch vom SV nicht unterstützt. So gibt es diverse Vereine zur Erhaltung des ostdeutschen Schäferhundes. Ob eine Umsetzung dieser Forderung überhaupt möglich wäre, ist fraglich, da der Genpool mittlerweile vermutlich zu gering ist.

Quelle:

  • de.academic.ru/die.nsf/dewiki/514153
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Sch%C3%A4ferhund